Grube Messel 2018

Leider kam die Einladung des Teams „Welterbe Grube Messel“ zu einer Hundewanderung am 14. Oktober 2018 ziemlich kurzfristig, so dass wir das Plakat lediglich auf dem Klubgelände aushängen konnten. Letztlich nahmen vier Mitglieder das Angebot wahr und waren begeistert!
Wer nicht dabei sein konnte, oder noch nicht einmal von dem Angebot wusste, der muss dennoch nicht traurig sein, denn bei Interesse besteht die Möglichkeit, dass wir für unsere Gruppe einen Termin vereinbaren und mit unseren Hunden die Grube erobern können! Wer Interesse hat, sollte dies bitte schon jetzt bei Frau Henrich kund tun.

Vielen Dank an Frau Anja Baumgart-Pietsch, die den nachfolgenden Text für uns geschrieben hat:
Vier Dackel und vier Vereinsmitglieder  der Gruppe Wiesbaden-Mainz nutzten das nette Angebot der Grube Messel bei Darmstadt, am „Tag des Hundes“ eine Extraführung für Hundebesitzer und ihre Vierbeiner mitzumachen. Bei herrlichem Herbstwetter führten die Mitarbeiter der Welterbestätte große Gruppen von Hunden, Herrchen und Frauchen durch die geologisch hochinteressante Grube. Bei der Führung, die wir mitmachen konnten, waren zufällig auch die meisten anderen Hunde Dackel, aber auch ein Dalmatiner, mehrere Zwergpinscher und andere Hunde waren vertreten. Unser Führer Bastian Neef erklärte uns zunächst, dass die Gruppe eine von drei Weltnaturerbe-Stätten in Deutschland ist. Sie wurde 1995 in diesen Status erhoben. Die Grube wurde ab 1859 als Tagebau für verschiedene Gesteine genutzt. Beim Abbau von Ölschiefer wurde bereits 1876 ein Alligatorenskelett gefunden. Doch die Grube war in den 70er bis 90er Jahren, obwohl immer wieder interessante Fossilien gefunden wurden, in großer Gefahr, zur Mülldeponie für Südhessen zu werden. Erst Ende der 90er Jahre wurden diese Pläne aufgegeben. Zu Ehren von Joschka Fischer, der sich als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung als Mülldeponie engagiert hatte, wurde eine fossile Schlange nach ihm benannt. Nach langen Forschungen fand man auch heraus, dass die Grube durch vulkanische Aktivität entstanden war. Bastian Neef zeigte uns fossile Pflanzen- und Tierfunde und informierte über Grabungs- und Bergbautechniken. Das Modell eines in Messel entdeckten „Urpferdes“ ließ uns staunen: Es war nur minimal größer als unsere Dackel! Aber auch andere Tiere wie Fische, Insekten und Amphibien wurden in Messel gefunden, teils gut erhalten und im Falle der Käfer sogar teilweise mit den original gefärbten Panzern und Flügeln. Die zweistündige Führung war sehr interessant und auch gut auf Hunde abgestimmt: Sowohl Müllbeutel für die Hinterlassenschaften der Vierbeiner als auch eine Wasserbar hatten die Mitarbeiter organisiert. Jeder Hundebesitzer erhielt zudem noch eine Leckerlitüte. Im Besucherzentrum konnte man sich noch am Grillstand stärken. Für die angebotenen Vorführungen und Mitmachaktionen am Besucherzentrum kamen wir allerdings zu spät. Doch es war ein sehr interessanter, lohnender Ausflug.

Herzlichen Dank an Rainer Pietsch, der uns seine Fotos zur Verfügung gestellt hat: